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Die wichtigsten Vorteile eines Virtual Private Network

2021-03-30

Die Abkürzung VPN steht für „Virtual Private Network“. Ein VPN sorgt für eine sichere Verbindung beispielsweise zwischen dem Firmennetzwerk und dem externen Rechner im Home Office. Wie? Der gesamte Datenverkehr wird durch eine verschlüsselte, sichere Verbindung zunächst zu einem externen VPN-Server und von dort aus ins Internet übertragen. Durch den verschlüsselten Tunnel, der nicht von Dritten ausgespäht werden kann, werden Ihre Daten geschützt und Ihre Identität vor Dritten verborgen.

Das wissen Sie längst? Sehr gut! Durch den massiven Home-Office Schub und den fortschreitenden digitalen Wandel inkl. neuer Arbeitsmodelle und Konzepte hat die Nutzung eines VPN erneut an Relevanz gewonnen. Wir haben deshalb die wichtigsten Vorteile eines VPN für Sie zusammengefasst.

 

1. Risiken, die mit der Nutzung von Heimnetzwerken einhergehen, können minimiert werden.

Bereits vor der COVID-19 Pandemie war es Mitarbeitern einiger Unternehmen möglich, teilweise von zuhause aus zu arbeiten – jedoch bei weitem nicht in dem Ausmaß, wie dies aktuell der Fall ist.  

Das bestätigt auch eine im Auftrag von ESET im April 2020 durchgeführte Studie zur „Veränderung der Arbeitswelt durch Corona“. Diese ergab, dass 41 Prozent der Beschäftigten derzeit von zu Hause aus arbeiten. Davon wurden wiederum fast 70 Prozent erst durch die im Zuge der Pandemie entstandenen Situation ins Home-Office geschickt. Viele Unternehmen mussten daher schnell neue Netzwerk-Infrastrukturen umsetzen, um ihre gesamte Belegschaft auf Homeoffice umzustellen.

Das Wissen natürlich auch Cyberkriminelle und nutzen gezielt die abrupten Veränderungen, denen Unternehmen und Mitarbeiter seit dem Beginn der Pandemie unterworfen sind. Besonders im Fokus stehen dabei die Geräte im Home-Office, an denen die Mitarbeiter ihren Tätigkeiten nachgehen sollen. So wurden von ESET beispielsweise allein im Dezember 2020 im DACH-Raum täglich durchschnittlich 14,3 Millionen Angriffe auf das Remote-Desktop-Protocol (kurz: RDP) registriert. Vergleichsweise dazu waren es im Januar 2020 noch lediglich 310.000. 

Das RDP ist ein von Microsoft entwickeltes Protokoll für den Remote-Zugriff auf einen Computer mit Windows-Betriebssystem. Es ermöglicht das Teilen und Steuern eines Computers bzw. Desktops aus der Ferne und bietet Unternehmen damit eine einfache Möglichkeit Mitarbeiter aus der Ferne arbeiten zu lassen. Um den Service nutzen zu können ist jedoch eine Internetverbindung notwendig. Cyberkriminelle können die Internetverbindung Ihrer Mitarbeiter ohne die Nutzung eines VPN leicht aufspüren, die IP Adresse sehen und Informationen abhören oder stehlen. Durch den Einsatz einer VPN-Lösung wird ein verschlüsselter Tunnel zwischen den Mitarbeitern und dem VPN-Server aufgebaut. Der gesamte Verkehr durch das Internet und wieder zurück durch wird in der Regel durch diesen Tunnel geleitet, sodass ein ungebetener Beobachter nur die IP-Adresse des VPN und den verschlüsselten Verkehr sehen kann. Da die Daten verschlüsselt sind, sind diese dann nutzlos für den für den Hacker.


2. Sich rasch entwickelnde Technologien sind etwas weniger bedrohlich

Aufkommende „Büros der Zukunft“ mit IoT-Geräten, Systeme zur Gesichtserkennung, VR- und AR-Technologien, die vorschreitende Automatisierung und eine andere Einstellung zur Arbeitsumgebung – all diese kommenden Trends haben etwas gemeinsam: steigende Ansprüche an das Feld der IT-Sicherheit.
Insbesondere mobile Geräte wie Tablets und Smartphones werden immer häufiger grundlegende Bestandteile unterschiedlichster Geschäftsprozesse. So werden vertrauliche Daten und Nachrichten per Knopfdruck über das Smartphone versendet und  unterschiedliche Cloudanwendungen und Programme bequem von Smartphone aus bedient. Dies zeigt, dass insbesondere auch der mobile Datenverkehr im Fokus steht. Durch die Nutzung eines VPN wird eine weitere Schutzebene durch eine sichere und verschlüsselte Verbindung zwischen den Geräten Ihrer Mitarbeiter und einem VPN-Server aufgebaut. Ein VPN hilft Ihnen damit die Sicherheit Ihre Daten zu erhöhen und macht es für Dritte viel schwieriger, auf den Netzwerkverkehr Ihrer Mitarbeiter zuzugreifen. So kann ein VPN verhindern, dass Cyberkriminelle Zugriff auf Ihre personenbezogenen Daten erhalten.

 

3. Sie können sich sicherer fühlen, wenn Ihre Mitarbeiter unterwegs sind

Machen Sie sich sorgen um den Schutz ihrer Daten wenn Ihre Mitarbeiter remote Arbeiten oder mit Ihren Geräten auf Dienstreisen oder im Urlaub sind? Ein VPN kann Ihre Mitarbeiter schützen, wenn diese an öffentlichen Standorten arbeiten. So können zum Beispiel Probleme auftreten, wenn ein Mitarbeiter einen Kollegen oder Geschäftspartner über Messenger oder WhatsApp anruft und dabei ungesichertes und öffentliches WLAN verwendet. Hacker können öffentliche WLAN-Verbindungen nutzen, um Zugriff auf den Standort des Benutzers, seine besuchten Websites, persönliche Kommunikation, Dateien, Fotos oder Login-Daten zu erhalten. Das VPN verbirgt die echte IP-Adresse und sendet verschlüsselte Daten, was dabei helfen kann Datenschutzverletzungen zu verhindern.

 

 

4. Internet ohne Spam und schädliche Websites

Einige VPN-Dienste helfen Ihnen auch beim Umgang mit Spam, schädlichen Websites und lästiger Malware. Wie? Vor allem dank ihrer Fähigkeit, schädliche Websites zu blockieren. Hört sich an, als wäre das kein großes Thema für Ihr Unternehmen? Denken Sie daran, dass Hacker die Router Ihrer Mitarbeiter manipulieren können, sodass sie, wenn sie ein Browser-Fenster öffnen, automatisch zu einer schädlichen Website geleitet werden, die Malware auf ihre Geräte laden kann. Mit einem VPN können die Endgeräte Ihrer Mitarbeiter nicht von einem manipulierten Router umgeleitet werden, da der Router nur den verschlüsselten Datenverkehr von Ihrem Gerät zu Ihrem VPN-Server sieht und es Browsern nicht ermöglicht, schädliche Websites zu öffnen.